Wadenkrämpfe was tun?
Ursachen/Entstehung:
Bei der Entstehung von Wadenkrämpfen gibt es vor allem 2 Hauptfaktoren, die selbstverständlich mit der Muskulatur zusammenhängen. Häufig treten Krämpfe folglich auf, wenn die Muskulatur entweder überanstrengt oder untrainiert ist. Bei Überanstrengung kann ein Mineralstoffmangel eintreten. Zur Weiterleitung von Befehlen und zu deren Ausführung brauchen sowohl Nerven- als auch Muskelzellen Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Fehlen diese, kann es zu fehlerhaften Befehlsübermittlungen bzw. fehlerhaften Ausführungen kommen, das Ergebnis ist ein Wadenkrampf. Werden Muskeln nicht trainiert, wie es beispielsweise bei einer hauptberuflichen Tätigkeit im Büro – ohne zusätzliche sportliche Ertüchtigung – der Fall ist, verkürzen sich die Muskeln im Normalfall. Als Folge können ebenso Wadenkrämpfe entstehen.
Bei Schwangeren sowie älteren Menschen können durch die Umstellung des Hormonhaushalts bzw. durch die oft geringe Wasseraufnahme ebenfalls Wadenkrämpfe entstehen, der erhöhte Mineralstoffbedarf bei Schwangeren spielt ebenso eine Rolle.
Seltener und bedeutend unangenehmer sind Krankheiten als Auslöser. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Krankheit Auslöser der Wadenkrämpfe ist, nimmt zu, wenn sich die Krämpfe nicht nur auf die Wade beschränken und auch andere Partien des Körpers regelmäßig betroffen sind. Mögliche Ursache wären Diabetes, Nierenschwächen und Alkoholsucht – sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Konsultieren Sie in jedem Fall auch einen Arzt, wenn Sie vermehrt unter Krämpfen leiden sowie wenn diese besonders schmerzhaft sind und lange anhalten. Eine Muskelerkrankung ist zwar selten, aber durchaus im Bereich des Denkbaren.
Wadenkrämpfe können auch als Begleiterscheinung von Infektionen auftreten, die mit starkem Fieber bzw. mit Durchfall verbunden sind. Der Grund hier ist der sinkende Wasserhaushalt des Körpers sowie die Mineralstoffe, die mit ausgeschieden werden und nicht mehr in genügendem Maße zur Verfügung stehen.
Behandlungsmöglichkeiten:
Die Behandlung von Wadenkrämpfen gestaltet sich in den meisten Fällen denkbar einfach. Da die häufigste Ursache Mineralstoff- und Wassermangel ist, können Sie durch die Einnahme von Wasser, Salz und, wenn nötig, bestimmten Mineralstofftabletten diesen Mangel ausgleichen. Bei verkürzten Muskeln reicht schon das regelmäßige Training sowie das Dehnen der Muskeln.
Ist eine Krankheit der Auslöser für die Wadenkrämpfe, sollten Sie eine entsprechende Behandlung mit Ihrem Arzt besprechen.